Ich arbeite mit Essenzen – in der Brennerei verdichte ich Früchte, im Duftlabor verdichte ich Erfahrungen. Das Prinzip ist dasselbe: aus dem Rohen das Wesentliche befreien.
Mit Duftkunstwerk habe ich einen Raum geschaffen, in dem Duft nicht Produkt ist – sondern Prozess. Jede Sitzung beginnt in der Stille. Nicht weil es besonders klingt, sondern weil nichts Echtes im Lärm entsteht.
Ausgebildet bei Sarah McCartney in London. Verwurzelt in der Vipassana-Meditation nach S.N. Goenka. Geprägt von einer Biografie, die mich von der Gastronomie über Mediendesign zur Brennerei und schließlich zum Duft geführt hat.
Ich arbeite nicht aus dem Ego, sondern aus der Wahrnehmung. Das ist der Unterschied.
Nicht geplant. Aber im Rückblick: folgerichtig.
Mit Anfang zwanzig nahm ich an einem Vipassana-Meditationskurs teil. Zehn Tage Schweigen. Eine der intensivsten Erfahrungen meines Lebens. Vipassana bedeutet: die Dinge sehen, wie sie wirklich sind.
Seitdem praktiziere ich jeden Morgen – Meditation und Yoga. Nicht als Routine, sondern als Orientierung. Die Stille vor jeder Sitzung bei Duftkunstwerk ist kein Konzept. Sie ist Praxis.
Wer zu mir kommt, begegnet nicht einem Dienstleister. Er begegnet jemandem, der Raum hält – physisch und energetisch.
Destillation ist für mich kein industrieller Prozess. Es ist ein Akt der Aufmerksamkeit. Der Frage: Was ist das Wesentliche dieses Rohstoffs? Dieser Person? Dieses Moments?
In der Brennerei wie im Duftlabor gilt dasselbe Prinzip: keine Abkürzungen, keine Zusatzstoffe, keine Geschmacksstandardisierung. Nur was wächst, reift, destilliert wird – das darf bleiben.
Destillation ist für mich mehr als Handwerk.
Sie ist ein Weg, das Wesentliche sichtbar zu machen –
ob aus einer Frucht, einem Kraut oder einer Seele.
Wer den Weg des Genusses sucht, findet ihn in der Brennerei.
Wer den Weg nach innen sucht, findet ihn hier.